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Fragen zu HannoverZero
HannoverZero nimmt eine Vermittlungsrolle zwischen Bürgerinnen und verschiedenen Akteurinnen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft ein und treibt Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe voran. In unseren Arbeitsgruppen initiieren wir eigene Aktionen oder beteiligen uns an kommunalen Projekten, die den Klimaschutz in Hannover weiter beschleunigen und die Stadt in ihrem Vorhaben unterstützen, bis 2035 klimaneutral zu werden.
GermanZero engagiert sich als NGO für Klimaschutz, der den Pariser Klimaschutzzielen gerecht wird. Parallel zur Arbeit, die GermanZero auf Bundesebene leistet, haben sich in ganz Deutschland mittlerweile über 80 Lokalgruppen gebildet, die Klimaschutz mit Unterstützung von GermanZero auch auf kommunaler Ebene vorantreiben. Sowohl untereinander als auch im direkten Kontakt mit den Expert*innen von GermanZero sammeln die Lokalgruppen Erfahrungen und Erkenntnisse und tauschen sich regelmäßig darüber aus, wie Klimaneutralität auf kommunaler Ebene am effektivsten gelingen kann. Seit 2021 gibt es auch uns – HannoverZero.
In den letzten drei Jahren hat GermanZero auf Bundesebene einen Klimaplan ausgearbeitet und daraus das sogenannte 1,5-Grad-Gesetzespaket entwickelt. Das Gesetzespaket enthält alle Lösungen, die es braucht, um der Klimakrise entschieden entgegenzutreten. Insgesamt waren bei der Erstellung mehrere hundert Helferinnen beteiligt – darunter engagierte Bürgerinnen, Expertinnen aller Sektoren und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Umweltverbänden. Für einen erfolgreichen Beschluss muss dem Gesetzespaket im Bundestag noch mit einer ⅔-Mehrheit zugestimmt werden.
Fragen zu Klimaneutralität
Klimaneutralität bedeutet, ein Gleichgewicht zwischen dem Ausstoß und der Aufnahme von Treibhausgasen zu erreichen – zum Beispiel durch natürliche Senken. Es bedeutet nicht, dass die Treibhausgasemissionen gleich Null sind (dann dürften wir beispielsweise nicht mehr Atmen), sondern, dass die Menge so gering ist, dass ein Kreislauf mit einer Netto-Null-Emission möglich ist.
Im Pariser Klimaabkommen hat die Weltgemeinschaft 2015 beschlossen, die vom Menschen beeinflusste Erderhitzung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen. Laut Klimawissenschaftler*innen sind die Folgen der Klimakrise bereits beim Erreichen der 1,5 Grad Grenze erheblich – aber bei Weitem nicht so dramatisch, wie bei 2 Grad. Der Ursache-Wirkung-Zusammenhang ist bei der Klimakrise nicht linear und das Erreichen kritischer Schwellen würde dazu führen, dass sich der Klimawandel eigenständig verstärkt.
Deutschland emittiert doppelt so viel CO2 wie der Weltdurchschnitt. Unser Land zählt zu den Top-Ten-Verursachern von CO2. Somit ist es nur logisch, dass wir eine Transformation zur Klimaneutralität schaffen müssen, damit die globale 1,5-Grad-Grenze nicht überschritten wird. Deutschland steht in großer globaler Verantwortung. Je länger wir die Transformation hinauszögern, desto mehr werden unsere natürlichen Systeme aus dem Gleichgewicht geraten. Und je schwerer die Klimakrise uns trifft, desto teurer wird es. Die derzeit angestrebte Klimaneutralität 2045 käme daher viel zu spät.
Ja! Die Konzepte sind vorhanden, die Technologie steht bereit, Millionen von Menschen sind hochmotiviert, unser Land zukunftssicher zu machen. Alle Lösungen, die es für den Weg in die Klimaneutralität bis 2035 braucht, sind im 1,5-Grad-Gesetzespaket enthalten.
Fragen zu Hannover
Kommunen kommt beim Klimaschutz eine entscheidende Rolle zu. Viele Klimaziele müssen vor Ort umgesetzt werden. An energetischer Sanierung und dem klimaneutralen Neubau von kommunalen Gebäuden, dem Ausbau von Rad- und Fußwegen oder dem Ausbau des ÖPNV sind Kommunen beispielsweise wesentlich beteiligt. Als Landeshauptstadt muss Hannover attraktiv, lebenswert und zukunftsfähig bleiben und seinen Teil dazu beitragen, Deutschland bis 2035 klimaneutral zu machen.
Ja! Das von der Stadt bereits im Juni 2021 beschlossene Ziel, Hannover bis 2035 klimaneutral zu machen, stellt eine ehrgeizige, aber mögliche Aufgabe dar. Das zeigt zum Beispiel die Studie "Klimaschutz 2035" des Leipziger Instituts für Energie, auf deren Basis die Stadtverwaltung das Programm “Klimaschutz Hannover 2035” entwickelt hat.
