AG Monitoring

Drei Vorschläge, ein Ziel:
Klimaschutz verlässlich auf Kurs bringen
Dezember 2025
Hannovers ambitionierter Beschluss der Klimaneutralität bis 2035 steht. Das Klimaschutzsofortprogramm ist aber kein echter Aktionsplan, sondern eine Sammlung möglicher Maßnahmen, die hinsichtlich ihrer Umsetzung flexibel anpassbar sind. Die echte Überprüfung der Umsetzungsstände und ein effektives Monitoring fehlen damit. Ohne Monitoring fehlt aber der Überblick: Wo stehen wir heute? Welche Maßnahme wirkt wie stark? Wird das Ziel überhaupt erreicht? Aktuell wird das Erreichen der Klimaneutralität bis 2035 dem Zufall überlassen.
Unsere AG Monitoring setzt sich dafür ein, den Weg Hannovers zur Klimaneutralität 2035 transparent und gut steuerbar zu machen. Ein effektives Monitoring ist dabei mehr als ein strategisches Steuerungsinstrument. Es sichert Investitionen ab, stärkt die politische Glaubwürdigkeit und macht die Zielerreichung realistisch – es ist der Kompass, um Hannover für nachfolgende Generationen zukunftsfähig zu machen.
In Anlehnung an das bundesweite LocalMonitoring-Programm von GermanZero und auf Basis eigener Recherchen haben wir in unserem One-Pager die zentralen Vorteile eines konsequenten Monitorings sowie drei konkrete Vorschläge formuliert, die wir als Beschlussdrucksachen in den Stadtrat einbringen möchten. Seit Oktober 2025 führen wir dafür konstruktive Gespräche mit den Ratsfraktionen und der Klimaschutzleitstelle. Ziel ist es, gemeinsam Strukturen zu schaffen, die Fortschritte im Klimaschutz transparent nachvollziehbar machen und rechtzeitige Kurskorrekturen ermöglichen.
Anfang September hat die Stadt Hannover ihren Klimaschutzmonitor online geschaltet – das begrüßen wir ausdrücklich! Er visualisiert sehr anschaulich wichtige Kennwerte und Entwicklungen in den einzelnen Bereichen seit 2020, etwa die Anzahl der zugelassenen Elektrofahrzeuge in Hannover. Gleichzeitig sehen wir aber noch Verbesserungsbedarf: Nur wenige der 53 Maßnahmen aus dem Maßnahmenkatalog werden erwähnt. Der Monitor arbeitet bislang lediglich mit absoluten Zahlen, ohne klaren Bezug zu den städtischen Zielvorgaben. Ebenso fehlen realistische Reduktionspfade, nachvollziehbare Zwischenziele und quantifizierbare CO2-Einsparpotentiale einzelner Maßnahmen. Genau diese Elemente jedoch sind entscheidend, um beurteilen zu können, ob Hannover für sein Ziel der Klimaneutralität bis 2035 auf Kurs ist.

